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Wie Gott zur Welt kommt - Landessynode 2015

Bericht von der Landessynode in Bad Neuenahr vom 11.-16. Januar

Vom Beginn der Tagung des Rheinischen Kirchenparlamentes berichtet Pfarrerin Sarah Brödenfeld

Am Sonntag begann die sechstägige Tagung der Landessynode mit einem Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr.

Eröffnungsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr

Foto: ekir.de

Im Blick auf die Veränderungen, über die die diesjährige Landessynode zu beschließen hat, hatte Eckart Wüster, Superintendent des Kirchenkreises Bonn und Mitglied der Kirchenleitung, für seine Predigt ein Gotteswort aus dem Josuabuch gewählt: „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ (Josua 1,9). Neue Wege zu gehen, fällt oft nicht leicht und ist vielfach mit Angst und Schmerz verbunden. Aber wir sollen gehen, sagt Gott, auf immer neuen Wegen. Gottes Verheißung des Mitgehens gilt – aber nicht im Voraus. Man kann sie entdecken, wenn man sich auf den Weg gewagt hat.

Angesichts der Terroranschläge in Paris sagte Wüster: „Wenn ich mich und mein Leben dem Gott anvertraue, der das Land schon gegeben hat, der die Zukunft, die wir gestalten wollen, längst bei sich bedacht hat, dann werde ich es diesem Gott zugestehen, mir gleichsam zu gebieten, mutig und stark zu sein, getrost und unverzagt. Dann werde ich mir meine Ängste eingestehen, aber ich werde mich nicht dazu verleiten lassen, allein aus dieser Angst heraus zu reagieren. Ich werde der Versuchung widerstehen, ganze Menschengruppen oder Religionsgemeinschaften zu diffamieren. (…) Gott, Elohim oder Allah darf niemals für Terror oder Mord herhalten.“

 

Die Delegierten des Kirchenkreises Wesel (v.l.): Erfried Schüttpelz (Haldern), Sigrid Amendt-Eggers (Ringenberg-Dingden), Pfarrer Norbert Stephan (Rees), Superintendent Thomas Brödenfeld (Wesel)

Foto: S. Brödenfeld

 

Gleich in der ersten Plenarsitzung am Sonntagabend stellte Präses Manfred Rekowski die Pläne zur sog. Haushaltskonsolidierung vor. Ein Maßnahmenpaket im Umfang von 11,3 Mio. Euro soll Einsparungen bringen, die den landeskirchlichen Haushalt bis 2018 stabilisieren und die Defizite der vergangenen Jahre ausgleichen sollen. Die Strukturen der Ausgaben müssen mit Hilfe von Kosten-Nutzen-Rechnungen überprüft und verändert werden, so Rekowski. Die Sparmaßnahmen treffen u.a. die Trägerschaft der Kirche für Schule und Hochschule und Tagungshäuser, aber es wird auch Kürzungen in einigen Arbeitsgebieten geben, z.B. in der Studierendenarbeit oder der Seemannsmission.

Die Einsparungen treffen die Kirchenkreise und Gemeinden nicht direkt, weil sie selbst in eigenen Haushaltsstrukturen wirtschaften. Jedoch wirken sich die Einsparungen natürlich in den betroffenen Arbeitsgebieten aus und die Kirchenkreise werden gefragt sein, darauf zu reagieren.

Nach weiteren Beratungen hat die Synode am Mittwochabend das Sparpaket beschlossen.