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HYMNUS - Reformationskonzert im Willibrordi-Dom

Sächsische Bläserphilharmonie zu Gast im Willibrordi-Dom

Am Samstag (!), den 02. November 2013 um 18:30 Uhr findet im Rahmen der WESELER DOMKONZERTE im Willibrordi-Dom ein Sonderkonzert anlässlich der „Lutherdekade“ statt, die über mehrere Jahre auf das 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 verweist. Auf dem Programm steht ein Konzert der sinfonischen Extraklasse: Die Sächsische Bläserphilharmonie bringt mit ihrem „HYMNUS“ Lutherische Choralfantasien zum Erklingen.

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Im Zentrum des Konzertes steht eine verknüpfte Folge von Chorälen, die auf Texten von Paul Gerhardt oder den Melodien von Johann Crüger und vielen anderen vertrauten Namen aus dem evangelischen Kirchengesangbuch wie Martin Luther, Georg Neumark und Martin Rinckart basieren. Im sinfonischen Gewand, komponiert von Professor Christian Sprenger, sind sie ganz auf die Intentionen des vielköpfigen Bläserensembles zugeschnitten. Zu und zwischen den Choralphantasien werden Texte, d.h. Choraldichtungen, Bibeltexte, Psalmen und freies Wort, gesprochen. Als Sprecher tritt Pfarrer Bernhard Silaschi, leitender Obmann im evangelischen Posaunendienst in Deutschland, auf.

 

Der Choral ist ein besonderer Schatz unserer Kulturgeschichte. Er entspricht ebenso dem Charakter eines geistlichen Volksliedes wie er eine eigene Kunstform der Musica sacra darstellt. Mit Professor Thomas Clamor am Dirigentenpult der Sächsischen Bläserphilharmonie kommt die enge und einzigartige Nähe zwischen dem Choral und dem volkstümlichen Lied besonders zum Ausdruck.

 

„Die Menschen verbinden mit Chorälen seit jeher spezifische Bilder und Stimmungen, ja sogar ganze Geschichten. Die Idee diesen neben ihrer ursprünglichen liturgischen Aufgabe einen eigenen musikalischen und programmatischen Rahmen zu geben, war entscheidend dieses Konzertprojekt in Angriff zu nehmen“, erklärt Professor Christian Sprenger.

 

Zu den Mitwirkenden

 

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Die Sächsische Bläserphilharmonie  ist das bis heute einzige professionelle Kulturorchester in ausschließlicher Bläserbesetzung. Es wurde 1950 unter dem Namen Rundfunk-Blasorchester Leipzig gegründet und war insgesamt 41 Jahre für den Sender in Leipzig tätig. Das Orchester hat in nunmehr 60 Jahren seines Bestehens mit vielen namhaften Instrumentalisten, Sängerinnen und Sängern sowie Dirigenten aus aller Welt zusammengearbeitet. Für die Sächsische Bläserphilharmonie gilt ein hoher Anspruch, der stets mit positiver Resonanz bei Publikum und Fachkritik gewürdigt wird. Für die Musiker ist dies Bestätigung und zugleich Ansporn die künstlerische Ausdruckskraft ständig zu verfeinern. Während seiner Tourneetätigkeit besuchte das Orchester viele Staaten in Europa und Übersee, wo es an internationalen Musikfestivals teilnahm und in renommierten Konzertsälen gastierte. Mit der Einführung des Kulturraumgesetzes in Sachsen wurden 1995 dem Orchester als eigenständige Institution neue Aufgaben zur Pflege, Förderung und Entwicklung des Musiklebens im Freistaat Sachsen übertragen. Neben den neuen Konzertreihen in der Region um Leipzig gründete das Ensemble die Bläserakademie Sachsen, heute Deutsche Bläserakademie. Beide Institutionen werden durch den Kulturraum Leipziger Raum gefördert. Seit 2011 steht es unter der Leitung von Chefdirigent Thomas Clamor.

 

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Thomas Clamor ist Chefdirigent der Sächsischen Bläserphilharmonie und Künstlerischer Leiter der Deutschen Bläserakademie. Er studierte an der Hochschule für Musik Detmold Trompete und Schlagzeug. 1986 wurde er als jüngstes Mitglied von den Berliner Philharmonikern aufgenommen; zudem profilierte er sich als Solist und Kammermusiker in namenhaften Ensembles. Dieser Schaffensbereich wird durch eine große Anzahl von Fernseh- und Rundfunkproduktionen sowie CD-Aufnahmen bei führenden Labels dokumentiert. 1987 beginnen seine Lehrtätigkeiten und Gastprofessuren an deutschen Hochschulen (Detmold, Weimar, Berlin) und an der Herbert von Karajan Stiftung. Bis heute gibt Thomas Clamor Meisterkurse und ist Professor h.c. der Musikhochschule Shanghai. Ein Höhepunkt seiner pädagogischen Arbeit ist das inzwischen legendäre „El Sistema“ von Venezuela: Hier entsteht unter seiner Mitwirkung die erste lateinamerikanische Brassakademie, an deren Spitze das von ihm gegründete Venezuelan Brass Ensemble steht; mit ihm findet er beim Publikum und Presse auf der ganzen Welt begeisterte Resonanz. Thomas Clamor war zu Gast bei den bekanntesten Festspielen Europas und dirigierte u.a. in New York, Los Angeles, Chicago, Buenos Aires, Peking, Tokio, Rom und Madrid. Er gilt weltweit als einer der führenden Dirigenten für Blechbläser-Kammermusik. 2010 wurde von ihm das Große Europäische Blechbläserensemble mit Sitz in Österreich gegründet; wie bei vielen seiner Projekte ist auch hier eines der Ziele, kulturellen Austausch auf höchstem musikalischen Niveau zu erreichen.

 

Christian Sprenger gewann 1995 den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Er absolvierte sein Musikstudium im Fach Posaune an den Musikhochschulen Frankfurt/M. und  Freiburg i. Br. Seit 2000 ist er als Soloposaunist am Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin tätig. Er wirkte u.a. bei der Staatskapelle Dresden, den Bamberger Sinfonikern, der Staatskapelle Berlin und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin. 2003 erfolgte die Gründung des Ensembles genesis brass, dessen Leiter er ist. Als Dozent lehrte er an der kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern und der Otto-von-Guericke-Universität zu Magdeburg. Außerdem hält er Kurse und Seminare, u.a. bei den Blechbläsern der Jungen Deutschen Philharmonie. Im Dezember 2009 folgte er dem Ruf als Professor für Posaune an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Seine Kompositionstätigkeit im Bereich der Bläsermusik geht bis ins Jahr 1996 zurück.

 

Bernhard Silaschi studierte in Bochum und in Münster Theologie. Nach seinem Examen und dem Vikariat war er zunächst als Pfarrer im Ruhrgebiet und ab 1992 in Bad Oeynhausen tätig. Dort wurde er als Trompeter in der 1. Stimme aktives Mitglied im Posaunenchor. Seit 1996 ist er Mitglied im Landesposaunenrat des Posaunenwerkes von Westfalen, wo er von 2002 bis 2008 als Landesobmann für tätig war. Als Leitender Obmann im Evangelischen Posaunendienst in Deutschland e. V. ist er seit 2007 für die Leitung des Dachverbandes aller Posaunenwerke und Verbände verantwortlich. Bernhard Silaschi ist außerdem zum Klinikseelsorger im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen berufen. Daneben ist er als Assessor der Stellvertreter des Superintendenten im Kirchenkreis Vlotho und Vorsitzender der dortigen kreiskirchlichen Stiftung. Er gehört zudem der Präsidialversammlung des Deutschen Evangelischen Kirchentages an.

 

 

Eintritt

 

Der Eintritt zu dem Konzert beträgt 17,- EUR / ermäßigt 14,- EUR.

Karten sind außerdem ab dem 01.10.2013 im Vorverkauf zum Preis von EUR 15,- / erm. EUR 12,- bei der Mayerschen Buchhandlung sowie der Buchhandlung Korn erhältlich.